FISCH Lernkarten, Angelschein, Fischereischein

Prüfungsvorbereitung Angelschein in Deutschland

Das Fisch Lexikon bietet einen umfassenden Überblick über die in vorbereitenden Fischereischeinkursen und später in der Fischerprüfung behandelten prüfungsrelevanten Fragen und Themen. Die Auflistung und die FISCH-Lernkarten sind ideal um sich auf die Angelscheinprüfung vorzubereiten. Die FISCH-Lernkarten eignen sich sehr gut, um sich vor, während und nach dem Fischereischeinkurs auf dei Angelscheinprüfung vorzubereiten. Es ersetzt dicke und unübersichtliche Lehrbücher und Fachbücher. Sie lernen spielend unsere heimischen Fische, Krebse, Muscheln und Neunaugen kennen, erfahren alles über deren Lebensweise, Aussehen, Zugehörigkeit (Ordnung), Bezahnung, Beschuppung, Vorhandensein und Anzahl von Bartfäden, Besonderheiten, Ernährung, Ködertipps, Fortpflanzung und Schutzstatus (Bsp. Schonmaße und Schonzeiten Bundesland Sachsen).

Heimische Fische - Vorbereitungsmaterial zur Fischerprüfung

Das Lexikon zu unseren heimischen Fischen, Krebsen, Muscheln und Neunaugen

Das Fisch Lexikon versteht sich als eine Art Datenbank für angelbegeisterte Fischliebhaber und Naturfreunde. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu unseren heimischen Fischen, Muscheln, Krebsen und Neunaugen. Auch wenn ich hin und wieder Bilder der FISCH-Lernkarten verwendet habe, so sind doch Abbildungen und Inhalte nicht 100 Prozent identisch. Die FISCH-Lernkarten sind speziell für die Prüfungsvorbereitung auf den Fischereischein (auch Angelschein genannt) in Deutschland konzipiert. Sie helfen bereits Gelernetes zu festigen, zu wiederholen und sind speziell auf die Bedürfnisse von Fischereischein Kursteilnehmer ausgerichtet. Die wichtigsten Prüfungsfragen sind als Lernstoff unterhalb der Abbildungen komprimiert und übersichtlich dargestellt. Außerdem eignen sie sich (z.Bsp. eingeschweißt) ideal um gefangene Fische vor Ort zu bestimmen.

 

Das Fisch Lexikon der Fische Deutschlands befindet sich zurzeit noch im Aufbau und wird regelmäßig aktualisiert.

FISCH-Lernkarten stellt vor: Neunaugen

Die Neunaugen gehören zur uralten Gattung der "Rundmäuler" und sind biologisch gesehen keine Fische. Sie werden daher oft als "lebende Fossilien" bezeichnet. Das Skelett ist bei den Rundmäulern noch sehr primitiv ausgebildet und besteht im wesentlichen aus einer Rückensaite (Chorda), welche von einer langen Reihe stabiler Zellen gebildet wird. Die Rundmäuler sind in Deutschland vertreten durch die Neunaugen. Die Neunaugen haben einen schlangenförmigen Körper. Sie besitzen ein kreisrundes Saugmaul mit einem Ring zum Teil sehr kräftiger Hornzähne. An den Körperflanken (Kopfbereich) besitzen sie 7 runde Kiemenöffnungen. Zusammen mit der unpaarigen Nasenöffnung und dem Auge kommt es so zu dem etwas irritierenden Namen "Neunauge". In Deutschland sind die Rundmäuler vertreten durch das Bachneunauge, das Flussneunauge und das Meerneunauge. Alle Vertreter sind sehr selten und daher in der Regel ganzjährig geschützt. Der Schutzstatus bezieht sich auch auf die Larven der Neunaugen, die man "Querder" nennt. Diese leben mehrere Jahre eingegraben im Sediment von Bächen und Flüssen. Obwohl die Neunaugen keine Fische sind, fallen sie laut Sächsichem Fischereigesetz unter den Begriff "Fische" (Fische, deren Laich, Neunaugen und Larven, Muscheln und zehnfüssige Krebse) Leider führt das hin und wieder in der Fischereischeinprüfung zu etwas Verwirrung.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Bachneunauge (Lampetra planeri)

Das Bachneunauge erreicht eine mittlere Länge von 12-15 cm und kann maximal bis zu 20 cm groß werden. Die Körperfärbung ist silbrig bis grau. Der Bauch des Bachneunauges ist eher hell gehalten. Das Bachneunauge ist ein standortreuer Bewohner kleinerer Fließgewässer. Die Larven (Querder) leben etwa 3-4 Jahre im Bachsediment eingegraben und ernähren sich in dieser Zeit filtriered von organischen Stoffen und Kleinstlebewesen. Die Lacihzeit erstreckt sich auf die Monate April bis Mai. Adulte Bachneunaugen nehmen während der Paarungszeit keine Nahrung mehr auf. Der Laichvorgang findet in kiesigen Gewässerabschnitten statt. In Sachsen sind die Bachneunaugen streng geschützt.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Flussneunauge (Lampetra fluviatilis)

Flussneunauge

Das Flussneuanauge gehört zur Ordnung der Rundmäuler (Merkmale siehe "Neunaugen"). Die durchschnittliche Länge beträgt 30-40 cm. Flussneunaugen können ausgewachsen bis zu 50 cm groß werden. Der schlangenförmige Körper weist eine grün-braünlich Färbung auf, währendd er Bauch eher hell gehalten ist. Flussneunaugen leben schwarotztend an Fischen. Sie sind anadrome Kies- und Strömungslaicher (wandert zum Laichen flussaufwärts). Die Larven (Querder) leben im Sediment eingegraben. Ab einer Größe von etwa 15 cm erfolgt die umwandlung zum adulten Flussneunauge und damit verbunden erfolgt die Abwanderung ins Meer. Die Flussenunaugen sind in Sachsen ganzjährig geschützt.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Meerneunauge (Petromyzon marinus)

Meerneunauge

Das Meerneunauge gehört ebenfalls zur Gattung der Rundmäumer (Merkmale siehe "Neunaugen"). Sie sind daher wie bereits erwähnt biologisch gesehen keine Fische. Das Meerneunauge erreicht eine mittlere Länge von 60-80 cm und kann ausgewachsen bis zu 100 cm groß und über 1 kg schwer werden.  Es handelt sich um die größte heimische Neunaugenart. Wie alle Neunaugen besitzt es ein kreisrundes Saugmaul. Die Körperfärbung ist gelb-grau-grün marmoriert, der Bauch ist hell. Im Frühjahr findet eine Laichwanderung statt (anadrome Lebensweise - d.h. Wanderung vom Meer ins Süßwasser). Die bis zu 250.000 Eier werden über Kiesflächen abgelegt. Wie bei allen Neunaugen entwickeln sich daraus aber nicht sofort fertig ausgebildete Neunaugen sondern zunächst Larven (Querder). Diese leben bis zu 4 Jahre im Sediment von Bächen und kleineren Fließgewässern. Nach der Umwandlung zum adulten Meerneunauge erfolgt die Abwanderung ins Meer. Das Meerneunauge lebt räuberisch und schmarotzend vom Blut und vom Bewebe anderer Lebewesen. Meerneunaugen (auch die Larven) sind im Bundesland Sachsen ganzjährig geschützt.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Cypriniden (karpfenartige Fische)

Die größte heimische Fischfamilie bilden die Cypriniden. Cypriniden oder "karpfenartige" Fische besitzen keinen Magen und schmecken daher "mooselnd" und dürfen (wenn es der Schutzstatus erlaubt) gehältert werden. Unter Hältern versteht man die lebende Entnahme und Aufbewahrung der Fische. Während die Nahrungszufuhr unterbrochen wird, scheidet der Fisch über die ganz normalen Stoffwechselprozesse die unliebsamen Stoffe aus. Das Hältern darf nur in ausreichend großen Gefässen mit glatten Wänden bzw. in dafür vorgesehenen Keschern aus knotenfreien Textilien erfolgen. Das Hältern der Fische muss immer auf die unbedingt notwendige Dauer beschränkt bleiben. Cypriniden besitzen eine zweigeteilte Schwimmblase mit Verbindung zum Vorderdarm. In der Regel besitzen Cypriniden Rundschuppen und Schlundzähne. Es gibt aber auch schuppenfreie Cypriniden (z. B. Lederkarpfen). Ebenfalls typisch für Cypriniden ist der beim Milchner (männlicher Fisch) auftretende Laichausschlag. Dies ist in der Regel ein weisser Ausschlag am Kopf, der hormonell bedingt zur Laichzeit auftritt (Verwechslungsgefahr mit Fischkrankheiten). Die Laichzeit der meisten Cypriniden erstreckt sich auf die Sommermonate. Die Fischfamilie ist sehr groß und vielfältig. Die einzelnen Merkmale (Körperform, Besonderheiten, Laichvorgang, Schutzstatus, Lebensweise etc.) der Fische unterscheiden sich zum Teil sehr voneinander.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Schuppenkarpfen (Cyprinus carpio)

Schuppenkarpfen

Der Schuppenkarpfen ähnelt vom Beschuppungstyp dem ursprünglichen Karpfentyp - dem Wildkarpfen. Die heute uns bekannten Karpfenarten wie Spiegel-, Schuppen- oder Lederkarpfen sind Zuchtformen. In der Vergangenheit, im mehrheitlich christlich sozialisierten Europa, kam dem Karpfen als Speisefisch eine besondere Bedeutung zu. Als Fisch durfte er während beider Fastenzeiten (Oster- und Weihnachtszeit) verzehrt werden. Er galt zwischenzeitlich als Währungsmittel. Ein gut gefüllter Karpfenweiher galt als Zeichen von Wohlstand. Der Schuppenkarpfen ist ein Friedfisch und lebt von wirbellosen Kleinstlebewesen (Zooplankton) und pflanzlichen Stoffen. Er besitzt eine hochrückige Körperform, 4 Bartfäden, Rundschuppen, eine zweigeteilte Schwimmblase mit Verbindung zum Vorderdarm und kleinere Schlundzähne. Zur Laichzeit im Sommer kann beim Milchner ein leichter Laichausschlag (weiße Punkte am Kopf - hormonell bedingt) auftreten. Schuppenkarpfen haben ein rüsselartig vorstülpbares Rüsselmaul, weshalb sie sehr gut mit "Boilies" (einem typischen kreisrunden Karpfenköder unterschiedlicher Teigmischungen) gefangen werden. Kartoffeln, Mais und Maden sind ebenfalls sehr beliebte Köder. Schuppenkarpfen hat im Bundesland Sachsen keine Schonzeit. Sein Schonmaß beträgt 40 cm.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Spiegelkarpfen (Cyprinus carpio)

Spiegelkarpfen

Der Spiegelkarpfen ist eine Zuchtform des Wildkarpfens. Er ist hochrückig, besitzt 4 Bartfäden (Barteln) die er als Tast- und Geschmacksorgan benutzt. Er erreicht eine durchschnittliche Größe von 30-50 cm und kann ausgewachsen bis zu 90 cm groß werden. Er besitzt Schlundzähne und Rundschuppen, wobei diese wenigen Schuppen auffallend groß sind und sich an den Flossenansätzen befinden. Er besitzt wie alle karpfenartigen Fische keinen Magen und kann daher gehältert werden (siehe oben "Cypriniden). Er hat eine zweigeteilte Schwimmblase mit Verbindung zum Vorderdarm. Als gesellig lebender Fisch bevorzugt er die Uferregion wo er gründelnd nach Nahrung sucht. Schuppenkarpfen sind Kraut- und Haftlaicher. Ihre Laichzeit fällt in die Sommermonate. Der Milchner kann auch hier hormonell bedingt einen sogenannten Laichausschlag bekommen (weiße Punkte am Kopf). Der Schuppenkarpfen hat ein rüsselartig vorstülpbares Maul und wird daher ebenfallss sehr gerne mit Boilies gefangen. Selbstverständlich ist er aber auch mit den altbekannten Methoden des Posen- und Grundangelns mit Mais, Made, Brot, Kartoffel und Wurm sehr gut zu angeln. In Sachsen hat der Spiegekkarpfen keine Schonzeit. Sein Schonmaß beträgt 40 cm.

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Fischlernkarten stellt vor: Graskarpfen, Armuskarpfen (Ctenopharyngodon idella)

Graskarpfen, Armurkarpfen

Der Graskarpfen (auch Armuskarpfen genannt) ist ursprünglich kein heimischer Fisch, sondern wurde aus Ostasien eingeführt. Aufgrund der zu kalten Temperaturen in Mitteleuropa vermehrt er sich hier nicht. Er hat eine für Karpfen eher untypische spindel- und torpedoförmige Körperform und beitzt keine Bartfäden. Er ernährt sich hauptsächlich von pflanzlichen Stoffen und bevorzugt langsam fließende oder stehende Gewässer. Seine durchschnittliche Länge beträgt 50-60 cm. Ausgewachsen kann er bis zu 120 cm groß werden. Im Bundesland Sachsen exestieren werder Schonzeit noch Schonmaß für den Graskarpfen.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Giebel (Carassius auratus gibelio)

Gibel

Der Giebel ist ein gesellig lebender silbrig bis mondfarben wässrig aussehender Fisch. Er hat eine hochrückige Körperform und bevorzugt Stillgewässer wie Seen und Teiche. Er wird im Durchschnitt 15-25 cm und kann ausgewachsen bis zu 45 cm groß werden. Er besitzt Schlundzähne, ein endständiges Maul und Rundschuppen. Seine Schwimmblase ist wie bei allen Cypriniden zweigeteilt mit Verbindung zum Vorderdarm. Als Haft- und Substratlaicher beginnt seine Laichzeit bereits im Frühjahr. In seltenen Fällen können beim Fehlen von schwarzen Pigmenten sogenannte Silberkarauschen bzw. Goldkarauschen entstehen. Die Zuchtform des Giebels ist der "Goldfisch". Eine Fortpflanzung des Giebels kann auch ohne Befruchtung erfolgen. Diesen Vorgang nennt man "Gynogenese". Es sind dann allerdings nur weibliche Nachkommen möglich. Der Giebel besitzt in Sachsen weder Schonzeit noch Schonmaß und ist mit allen herkömmlichen Methoden des Friedfischangelns (Posen- und Grundangelei) sehr gut zu fangen. Als Speisefisch ist er allerdings wenig geeignet.

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Fischlernkarten stellt vor: Bitterling (Rhodeus sericeus amarus)

Bitterling

Als hochrückiger Fisch bevorzugt der Bitterling stehende oder nur wenig strömende Gewässern. Er besitzt Schlundzähne, Rundschuppen und hat eine zweigeteilte Schwimmblase mit Verbindung zum Vorderdarm. Der Magen fehlt. Namensgebend soll sein angeblich leicht bitterlich Geschmack gewesen sein. Charakteristisch für den Bitterling, der im Durchschnitt nur 5-6 cm groß und ausgewachsen maximal 9 cm groß werden kann ist seine unvollständig durchgezogene Seitenlinie. Milchner und Rogner unterscheiden sich gerade zur Laichzeit zum Teil recht deutlich. Der Milchner trägt ein sogenanntes Hochzeitskleid und bekommt starken Laichausschlag (siehe Abbildung). Der Rogner entwickelt zur Laichzeit eine Legeröhre und führt diese zur Eiablage in die Atemröhre von Teichmuscheln ein. Der Milchner befruchtet diese dann. Die Eier können so geschützt vor Fressfeinden sich vollständig entwickeln. Nach dem Schlupf verlassen die jungen Bitterlinge die Muschel. Die Muschel heftet ihre Larven (Glochidien) an die jungen Fische, die dadurch zur Verbreitung der Muschel beitragen (enge Symbiose). Der Bitterling ist in Sachsen ganzjährig geschützt.

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FISCH Lernkarten stellt vor: Nase (Chondrostoma nasus)

Nase

Die Nase ist ein gesellig und bodennah lebender Bewohner fließender Gewässer. Als "Bauernäsche" (umgangssprachlich) bekannt gingen Ihre Bestände in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Die Gründe dafür stehen nicht zweifelsfrei fest. Die zunehmende Querverbauung der Flüsse und Bäche, die Eutrophierung der Gewässer, Schadstoffe im Wasser und die Zunahme von Fressfeinden wie dem Kormoran werden ihren Anteil daran haben. Im Frühjahr laicht die Nase im Mündungsbereich der Bäche (zum Teil größere Laichwanderung nötig) über Kiesgrund ab. Die Milchner bekommen einen zum Teil kräftigen Laichausschlag. Charakteristisch ist neben dem spindel- und torpedoförmigen Körper auch ihre "nasenartige Kopfspitze", der sie ihren Namen verdanken. Die Farbe des Bauchfleisches ist schwarz (Beim Ausnehmen keinen Schreck bekommen). Wie alle Cypriniden fehlt bei ihnen der Magen. Sie haben Rundschuppen, Schlundzähne und eine zweigeteilte Schwimmblase mit Verbindung zum Vorderdarm. In Sachsen ist die Nase ganzjährig geschützt. Eine Ausnahme besteht für die Elbe. Hier gelten 40 cm als Schonmaß und eine Schonzeit, die vom 01.01. - 15.06. gilt. Die hier vorgestellten Sachverhalte werden in unterschiedlichen Prüfungsfragen verpackt während der Fischereischeinprüfung abgefragt.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis)

Schlammpeitzger

Der Schlammpeitzger (umgangssprachlich auch Wetterfisch genannt) besitzt einen walzenförmigen Körperbau, lebt bodennah und hat 10 Bartfäden. Seine Färbung ist gelblich bis schwarz. Seine mittlere Länge beträgt 20-25 cm wobei er ausgewachsen bis zu 30 cm groß werden kann. Als Cyprinid gehört er zur Familie der Schmerlenartigen. Der Schlammpeitzger ist ein dämmerungsaktiver Kraut- und Haftlaicher. Seine zusätzliche Funktion der Darmatmung ermöglicht ihm das Überleben bei Trockenheit. Er gräbt sich dann bis zu 70 cm tief ins Sedimenmt ein und atmet über die gut durchbluteten Darmschgleimhäute. Der Schlammpeitzger ist in Sachsen ganzjährig geschützt.

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FISCH Lernkarten stellt vor: Perciden (barschartige Fische)

Die Perciden (barschartige Fische) sind eine recht überschaubare Fischfamilie, die dennoch im Angelscheinkurs sehr ausführlich vorgestellt wird. Wesentliche Erkennungsmerkmale der Perciden sind ihre zweigeteilte Rückenflosse, wobei die erste mit kräftigen Stachelstrahlen versehen ist. Ein weiteres, wen auch nicht auf den ersten Blick feststellbares Unterscheidungsmerkmal, ist ihre charakteristische Beschuppung - mit Kammschuppen. Schwimmblase und Bezahnung variieren innerhalb dieser Fischfamilie zum Teil. Das hohe Interesse an den Perciden und die vergleichbar hohe Zahl an Prüfungsfragen (Fischerprüfung in Deutschland) rührt sicherlich daher, dass die bekanntesten Vertreter (Zander und Flussbarsch) in Deutschland sehr bekannt und als Speisefische äußerst beliebt sind.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Flussbarsch (Perca fluviatilis)

Flussbarsch

Der Flussbarsch ist ein weit verbreiteter und sehr schmackhafter Fisch. Hier eine Zusammenfassung der häufigsten Fragen zur Fischereischeinprüfung: Das charakteristische Äüßere des Flussbarsches sind seine 6-8 Querstreifen und seiner zweigeteilten Rückenflose. Die erste Rückenflosse besitzt starke Stachelstrahlen. Am Ende dieser ersten Rückenflosse besitzt der Flussbarsch einen schwarzen Punkt. Der Flussbarsch besitzt Kammschuppen und hat am Kiemendeckel einen spitzen Dorn. Seine Schwimmblase ist einkammrig mit Verbindung zu einer Gasdrüse. Er ist recht langsam wachsend und wird daher in der Regel selten größer als 15-30 cm kan aber ausgewachsen bis zu 50 cm erreichen. Er hat eine leicht hochrückige Körperform (im Alter zunehmend) und ist in fast allen Gewässern Deutschlands anzutreffen. Als Haft- und Substratlaicher legt er im Frühjahr bis zu 1 Meter lange Laichbänder über Pflanzengrund ab. Flussbarsche sind mit fast allen Angelmethoden zu fangen, wobei die Methode des Spinnfischens besondere Erfolge verspricht. Vorsicht: Da Flusbarsche sehr langsam wachsen, sind gefangene Exemplare zum Teil schon sehr alt. Sollte das Gewässer also vor 10-20 Jahren mit Schadstoffen belastet gewesen sein, muss vor dem Verzehr dieser Fische (als Raubfische stehen Barsche am Ende der Nahrungskette und die Schadstoffe haben sich mit einem höheren Konditionsfaktor angereichert) gewarnt werden. Vielleicht ein "vernünftiger Grund mehr" catch an release zu praktizieren.

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FISCH-Lernkarten stellt vor: Zander (Sander lucioperca)

Zander

Der Zander ist der Speisefisch schlechthin. Nicht nur deshalb wird er recht ausführlich im Fischereischeinlehrgang vorgestellt. Ähnlich schnell wachsend wie der Hecht kommt er auch mit den Bedingungen in eutrophen (nährstoffreiche, trübe) und sommerwarmen Gewässern bestens zurecht. Seine durchschnittliche Größe beträgt 40-60 cm. Ausgewachsen kann er bis zu 120 cm groß werden. Er ist ein dämmerungsaktiver standorttreuer Räuber.  Ähnlich wie der Flussbarsch und wie alle Perciden besitzt auch der Zander Kammschuppen und verfügt über eine zweigeteilte Rückenflosse, wobei die erste kräftige Stachelstrahlen hat. Sein Kiemendeckel hat keinen spitz auslaufenden Dorn (Unterschied zum Flussbarsch). Der Zander hat ein endständiges Maul (kleiner als bei gleichgroßen Hechten) und verfügt über kräftige Hunds- und Fangzähne mit denen er seine Beute hält. Die Fortpflanzung beginnt im Frühjahr, wobei der Milchner eine intensive Brutpflege betreibt. Die Schonzeit des Zanders beginnt in Sachsen am 01.02. und endet am 31.05. (einen Monat länger als die normale Raubfischschonzeit des Bundeslandes Sachsen). Er hat ein Schonmaß von 50 cm. Zander sind sehr gut mit Fischfetzen oder Köderfischen sowie mit unterschiedlichen Methoden des Spinnfischens zu fangen (schwebende Wobbler oder Gummifische).

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FISCH Lernkarten - Fische spielend kennenlernen.